Digital Geography

3. Oktober 2013

Berlin und Open Data: ein Vorstoß

Die wichtigste Nachricht vorne weg: Mit dem 01. Oktober gibt das Land Berlin sukzessive seine Geodaten frei. Damit setzt das Land Berlin zusammen mit Hamburg einen weiteren Meilenstein für die Open Data Initiative und ermöglicht es Firmen, Entwicklern und Bürgern Daten zu nutzen, die sie bereits mit den gezahlten Steuern auch bezahlt haben.


Aktuell sind die entsprechenden Daten über den FIS Broker (wer hat sich diesen Namen nur ausgedacht?) des Senats zu erhalten und abrufbar. Der FIS-Broker ist eine Java-basierte Web-Anwendung zur Darstellung von WebMappingServices und WebFeatureServices um diese Seiten ohne ein GIS darzustellen. Auf den Seiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt sind für die entsprechenden Services auch die notwendigen Adressen eingetragen um die WMS/WFS Dienste zum Beispiel mit QGIS zu konsumieren:

Die Daten zum TK10 WMS Server des Landes


Der TK10 WMS in QGIS


Somit ist es nun sehr einfach z.B. die TK10 digital für seine Analysen zu benutzen ohne eine Karte scannen zu müssen. Ein Nachteil hat das ganze: Laut Anfrage der Piraten Berlin fehlen dem Land erstmal ca. 1.1 Millionen Euro an Einnahmen. Was man aber nicht vergessen darf: Die Daten sind bereits bezahlt und werden nur vorgehalten. Wie stark die Auswirkungen auf die Wirtschaft sind, lässt sich schlecht beziffern.