Digital Geography

27. Juli 2016

5 erfolgreiche Wege zum Geojob

Das Studium der Geowissenschaften, Geographie, Geologie und aller verwandten Disziplinen hat oft eins gemein. Die Jobperspektive gestaltet sich am Ende eines ereignisreichen Studiums nicht ganz einfach. Ich persönlich empfand mein Geographiestudium als thematisch so komplex, dass akute Verirrungsgefahr für eine später anstehende Jobwahl bestand. Und im Vergleich zu anderen Ausbildungen ist gerade das Erdstudium nur in seltenen Fällen mit einer direkten Berufsbezeichnung gekoppelt. Zwar waren meine Studienfreunde aus den Bereichen Medizin, Jura und Lehramt immer sehr entspannt, wenn es um das Arbeitsthema ging, jedoch habe ich diese Undefiniertheit meiner Ausbildung immer auch als Vorteil gesehen. Ich war gezwungen mir kreativ Gedanken zu machen, was nach dem Studium kommt. Eine tolle Chance, die wir als Geowissenschaftler haben und die wir entsprechend für den Berufsstart nutzen sollten. Da ich häufig mitbekommen, dass der Weg in den Geojob steinig sein kann, möchte ich in diesem Artikel 5 Tipps zur erfolgreichen Jobsuche mitgeben. Erzählt doch in den Kommentaren, wie ihr zu eurem Geojob gekommen seid bzw. welche Schwierigkeiten sich aktuell in der Stellensuche ergeben.




1. Digital-Geography Jobpage

Zur Identifizierung von aktuellen Jobpositionen bietet sich heutzutage eine Online-Recherche an. Da wir in den letzten Jahren immer wieder den starken Bedarf an Geojobs erkannt haben, wurde die Digital-Geography.com Jobseite ins Leben gerufen. Hier bieten wir euch eine Geojob-Webkarte, auf der Ihr euch mit einem Filter (Klick auf die Lupe am rechten Rand) für alle Länder der Welt offene Stellen anzeigen lassen könnt. Über das Listensymbol (ebenfalls im rechten Bereich) könnt ihr euch neben der Kartenansicht auch tabellarisch über das Suchergebnis informieren. Wir denken, dass gerade der kartographische Blick auf die Vakanzen vorteilhaft ist, wenn man bereits örtlich gebunden ist, oder ggf. in bestimmten Ortschaften gar nicht gesucht hätte, obwohl sie gut vom Wohnort erreichbar sind.

Jobpage auf Digital-Geography.com

Für eine reibungslose Funktionsweise müssen AdBlocker ausgeschaltet werden. Aktuell arbeiten wir an einer Version, die auch mit AdBlocker funktioniert und darüber hinaus auch Freelancern und Unternehmen die Möglichkeit bietet, sich wirksam vorzustellen. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten.

2. Jobbörsen

Selbstverständlich gibt es neben unser auf Geojobs spezialisierten Blogseite auch eine Vielzahl von Jobportalen, die einem zur Anstellung verhelfen können. Auf Geojobs etwas spezialisierter:
Greenjobs.de
Geojobs.de
Geobranchen.de
Earthworks-jobs.com
Geology.com
Geospatial Job Offer

Die größten unspezifischen Portale sind sicher:
Arbeitsagentur
Stepstone
Monster
Indeed
Kalaydo
Gigajob
Jobpilot
Jobscout24
Stellenanzeigen.de
Kimeta
Stellen Zeit.de
Stellen Süddeutsche Zeitung
Stellen Frankfurter Allgemeine Zeitung

(Gerne nehme ich weitere Nennungen aus den Kommentaren hier auf)

Es hat sich gezeigt, dass Geowissenschaftler oftmals auch branchenfremd unterkommen. Es lohnt sich daher auch Stellenanzeigen zu lesen, die ggf. nicht auf den ersten Augenschein alle eure Wunschaspekte erfüllen. Mal davon abgesehen, dass es den „perfekten“ Job in dieser Form vielleicht gar nicht gibt.

3. Social Media

Vernetzung ist das A und O. Kontakte schaden nämlich nur denen, die keine haben. 2012 haben wir von Digital-Geography.com so z.B. die heute größte deutschsprachige Facebookgruppe für Geowissenschaftler gegründet, die aktuell um die 8500 Mitglieder zählt. Hier werden Fragen offen diskutiert, Ideen ausgetauscht und auf aktuelle Jobangebote hingewiesen.
Meldet euch bei Twitter an und folgt den großen und kleinen Unternehmen und Vordenkern eurer Branche, um neue Themen für das nächste Bewerbungsgespräch parat zu haben und ggf. in direkten Kontakt mit entscheidenen Playern eurer Wunschrichtung zu kommen.

3.1 Karrierenetzwerke

Ein weiterer wichtiger Anlaufpunkt für Geojobs sind Karrierenetzwerke, wie z.B. LinkedIn oder Xing. Hier lohnt es sich in tiefere Recherchen einzusteigen, um sich über die Profile und die Ausbildung von Mitarbeitern eines Wunschunternehmens zu informieren. Oft kann auch ein direkter Kontakt zu den HR-Ansprechpartnern hergestellt werden. Initiativbewerbungen, basierend auf Vorabinfos aus Karrierenetzwerken, haben eine gute Chance beantwortet zu werden.

Buchempfehlungen

4. Kollegen

Bleibt in Kontakt mit euren Kommilitonen und informiert euch gegenseitig über Praktika (inkl. der Erfahrungen nach Abschluss solcher). Oft wird bei Personalbedarf erst einmal im Kollegium gefragt, ob jemand kurzfristig eine gute Personalempfehlung geben kann, bevor Unternehmen in ein teueres Recruiting einsteigen. Neben den genannten Social Media Angeboten, möchte ich auch die relativ neue Form der Erwachsenenbildung in Form von „Meetups“ vorstellen. Hier treffen sich unterschiedlich gut organisierte Gruppen in regelmäßigen Abständen zum fachlichen Austausch. Im Bereich der Kartographie kann ich das Maptime-Format in Berlin empfehlen. Hier können weitere Gruppen in anderen Städten recherchiert werden.

5. Selbständigkeit

Mit guten Ideen lässt sich auch in einen selbständigen Geojob starten. Je nach Investitionsbedarf kann eine Unternehmensgründung schnell von der Hand gehen. Im Vorfeld sollte natürliche eine genaue Planung und Organisation des Vorhabens stehen. Oft bieten Universitäten Gründerprogramme, die mit guten Ideen und Kontakten am Anfang weiterhelfen. Sicher können Erfahrungen aus einem Angestelltenverhältnis weiterhelfen, um einen guten Start in die eigenverantwortliche Arbeitswelt zu machen.

Mit diesem Artikel möchte ich das Themenfeld der Jobsuche für Geowissenschaftler hier auf dem Blog initiieren. Ich würde mich freuen, wenn auch Ihr eure Erfahrungen hier mit uns teilt (Kommentare schreiben, oder einfach selber Autor werden). Sicher werde ich in Zukunft noch mehr über die Themen Social Media, Digital-Geography Jobpage und Möglichkeiten einer Selbständigkeit schreiben.

Buchempfehlung zur Selbständigkeit